Wie funktioniert Affiliate Marketing super simpel erklärt!?

Wer möchte es nicht, Geld verdienen im Internet, am besten wie von selbst mit Online Marketing? Den Begriff Affiliate-Marketing hat wohl jeder inzwischen schon mal gehört. Doch irgendwie kann man nicht wirklich erklären, was genau es eigentlich ist. Wir erklären alles, was man zu diesem Thema wissen muss!

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Was ist Affiliate Marketing?

Der Begriff des Affiliate Marketing stammt aus den Vereinigten Staaten und ist eine Form des Online Marketing. Es wird auch oft als Partnerprogramm, Partnermarketing oder Empfehlungsmarketing bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Art Provisionssystem im Internet. Unternehmen wollen die Verkäufe ihrer Produkte pushen und benötigen dafür mehr Aufmerksamkeit. Sie wenden sich an die Betreiber von gut besuchten Webseiten und platzieren dort auf Provisionsbasis Verlinkungen. Für jeden weitergeleiteten Besucher, der etwas kauft, erhalten die Webseitenbetreiber dann Geld. 

Wie funktioniert Affiliate Marketing?

Beim Online Marketing in Form der normalen Bannerwerbung erhalten die Webseitenbetreiber Provisionen für das Anklicken durch die User. Beim Affiliate Marketing dagegen bekommt man immer nur dann die Provision, wenn der weitergeleitete User auf der Zielseite bestimmte Aktionen, wie beispielsweise einen Kauf, durchführt. Eine Weiterleitung des Users kann dabei durch einen gesetzten Link auf der eigenen Website, einen Newsletter oder auch einen Post in den sozialen Medien stattfinden.

Ein Beispiel aus der Praxis soll das Ganze verdeutlichen:
Wenn 200 User der Website den gesetzten Link des Unternehmens, den so genannten Affiliate-Link, anklicken und auf der Unternehmensseite landen, aber nur ein wenig rumsurfen, bringt das keine Provision. Wenn von diesen 200 allerdings 12 tatsächlich auch etwas kaufen, gibt es für genau diese 12 User die Provision. 
Wichtig ist am Ende also nicht, wie viele User sich auf die Unternehmensseite leiten lassen, sondern dass es die richtigen Nutzer sind, die dann auch die gewünschten Aktionen durchführen. 

Wichtige Begriffe des Affiliate Marketing

Um Empfehlungsmarketing zu praktizieren benötigt man immer 3 Parteien. Da gibt es zum einen den Verkäufer des Produktes. Er wird auch als Merchant oder Advertiser bezeichnet. Zum anderen wird der Empfehler des Produktes benötigt. Für ihn sind die Begriffe Affiliate, Webseitenbetreiber oder aber Publisher geläufig. 
Für den Erfolg spielt zu guter Letzt aber auch der User eine wichtige Rolle, denn ohne seine Aktion kommt es nicht zur Provision für den Produktempfehler. 

Vorteile des Affiliate Marketings

Die Unternehmen, die mit den Affiliates eine "Partnerschaft" eingehen, erhalten auf deren Webseiten Werbeplätze, für die keine Kosten entstehen. Die Provision ist immer erst dann fällig, wenn die gewünschte Aktion durch den Besucher der Website stattgefunden hat. Der Unternehmer geht hier also nicht in Vorkasse, wie es im Marketing ansonsten üblich ist. 

Außerdem können die Produkte auf diesem Weg sehr vielseitig beworben werden und sie werden von einer deutlich größeren Zahl von potentiellen Kunden gesehen. 

Die Platzierung von Bannern, Bildern und Links ist egal, ob in Blogs, sozialen Medien, auf Webseiten, etc. sehr einfach.

Die Affiliates bewerben die Produkte der Unternehmen auf ihrer Plattform. Wenn sie genügend Besucher haben, kostet es wenig Aufwand und wenig Zeit, alles am Laufen zu halten. Hat man erst einmal alles im Griff, kann man mit Affiliate Marketing schnell und einfach Geld verdienen im Internet. 

Inzwischen gibt es ganze Netzwerke, denen man sich als Unternehmer oder Affiliate anschließen kann. Durch die gemeinsame Nutzung von Plattformen können sowohl Kosten als auch Arbeitsaufwand und Zeit gespart werden. 

Beim Affiliate Marketing profitieren der Unternehmer und der Affiliate. Der Affiliate empfiehlt Produkte oder Dienstleistungen und erhält bei erfolgreicher Empfehlung eine Provision. Der Unternehmer profitiert, weil er neue Kunden gewinnt, die er ohne die Verlinkung vielleicht nie erreicht hätte. 

Nachteile des Affiliate Marketings
Es kann passieren, dass das Produkt nicht den gängigen Produktstandards entspricht und so das Image des Affiliates beschädigt wird.

Auch das Image des Unternehmers kann geschädigt werden, wenn die Empfehlung auf einer unseriösen Website stattfindet oder gegen die Wettbewerbsregelungen verstoßen wird. 

Außerdem kann es passieren, dass ein Unternehmer die abgemachte Provision nicht zahlt, denn schwarze Schafe gibt es überall.

Bei der Nutzung von Programmen werden mitunter Mitgliedsgebühren eingefordert, um eine Vermarktungserlaubnis zu bekommen. Hier muss der Affiliate natürlich genau darauf achten, dass diese Gebühren am Ende nicht die Einnahmen übersteigen und ein Minusgeschäft entsteht.

Wenn nicht bereits eine Plattform besteht, mit der auch ein gewisser Traffic generiert wird, muss der Affiliate viel Geduld und Energie aufbringen, damit er mit den Verlinkungen Geld verdienen kann. Es kann eine gewisse Zeit erfordern, bis die ersten Provisionen eingespült werden. Das erfordert mitunter erst einmal ordentliches Durchhaltevermögen. 

Wie starte ich als Affiliate - Eine Schritt für Schritt-Anleitung

1. Wenn man sich noch wenig mit dem Geschäft auskennt, ist es sicherer, wenn man sich um den Verkauf von Produkten bzw. Dienstleistungen kümmert, die einem bekannt sind. Es ist zu Beginn deutlich einfacher, wenn man sich mit den Produkten oder Dienstleistungen identifizieren kann und sich im besten Fall auch ein wenig damit auskennt. Kennt man sich beispielsweise sehr gut mit Kosmetik aus, sollte man eher Make up verkaufen als Tierzubehör. Wenn es um das Marketing für die jeweiligen Produkte und Dienstleistungen geht, ist man immer effektiver, wenn man sich mit dem Thema auskennt und am besten auch Spaß daran hat.

2. Nun ist es an der Zeit eine themenrelevante Webseite zu bauen. Unternehmen, die ihre Produkte über Affiliates vermarkten lassen, sehen sich die jeweiligen Partnerseiten natürlich genauestens an, um ihr Image zu wahren und ihren Ruf nicht zu gefährden. Man muss also in jedem Fall damit rechnen, dass das Unternehmen die Webseite besucht und sollte produktrelevante Themen in guter Aufmachung darstellen. Mit einfachen Tools, wie beispielsweise WordPress, lässt sich relativ einfach eine gut gemachte Webseite erstellen. Man sollte bei den Inhalten darauf achten, dass die Seite nicht allzu sehr auf den Verkauf von Produkten getrimmt ist. Wichtiger ist der Inhalt, der so genannte Content. Nur so kann man für die jeweiligen Unternehmen ein ansprechender Affiliate werden. 

3. Nach dem Aufbau der Webseite kann man mit der Suche nach einem geeigneten Affiliate Programm beginnen. Bei der Wahl des richtigen Programmes ist es sinnvoll, darauf zu achten, dass es Produkte bzw. Dienstleistungen aus der eigenen Nische anbietet. Für den Beginn eignet sich, wenn es um Produkte geht, in jedem Fall Amazon, da es mit ziemlicher Sicherheit Produkte aus der gewählten Nische anbietet. Man sollte auch weitere Programme, wie beispielsweise Clickbank oder Commission Junction in Betracht ziehen. Um ein Programm zu wählen sollte man am besten in alle mal hineinsehen und dann nach den eigenen Kriterien entscheiden. 

4. Wenn man sich für ein Programm entschieden hat, folgt die Anmeldung. In den meisten Fällen ist sie kostenlos. Achtung ist geboten, wenn es sich nicht um eine kostenlose Anmeldung handelt und obendrein noch Kreditkartendaten abgefragt werden. Hierbei könnte es sich um Betrug handeln. Normal ist es allerdings, wenn nach PayPal- oder Kontodaten gefragt wird. Die Provisionen, die man einfährt, müssen auf ein Konto gelangen. Letztlich muss man wahrscheinlich die URL der Webseite angeben. Das ist ein normaler Vorgang und sollte niemanden verwundern. 

5. Der nächste Schritt besteht darin, Affiliate-Links in deine Webseite einzubauen. Sie werden am besten in einem fließenden Text untergebracht, damit User nicht sofort sehen, dass man etwas verkaufen möchte. Man könnte zum Beispiel einen Text über neueste Make up Trends schreiben und hinter der neuen Wimperntusche einen Link zu diesem Produkt auf Amazon legen. Wenn die User sich dorthin leiten lassen und etwas kaufen, gibt es die Provision. An einen Link zu kommen ist relativ einfach. Wie genau das geht, hängt von der jeweiligen Firma ab.

6. Auch wenn die ersten Links erfolgreich online sind, sollte man nicht aufhören relevante Inhalte zu erstellen. Nur mit interessantem und immer neuem Content kann man User begeistern und dafür sorgen, dass die die eigene Webseite regelmäßig besuchen. Außerdem heißt mehr Content auch mehr Platz für Affiliate-Links. Steigt die Zahl der Links, steigt automatisch die Zahl der Klicks und die Chance, etwas zu verkaufen, steigt immer weiter. 


7. Wenn die Webseite erstellt ist und die ersten Erfolge zu verzeichnen sind, sollte man in regelmäßigen Abständen Erfolgsmessungen vornehmen. Mit angebotenen Analyse-Tools kann man herausfinden, was man wie an wen verkauft hat. Das spielt eine wichtige Rolle für die zukünftige Gestaltung der Webseite. Wenn es beispielsweise Produkte gibt, die sich besonders gut verkaufen, sollte man diesbezüglich mehr Content erstellen, um sie noch erfolgreicher zu verkaufen. Mit Google Analytics bekommt man eine sehr genaue Übersicht, wer die Webseite wann besucht, wohin er sich durchklickt und wie lange er auf der Seite war. Das macht eine bessere Anpassung der Inhalte auf die relevante Zielgruppe möglich. Außerdem kann man anhand der Zahlen aufgerufenen Inhalte leicht erkennen, an welchen Stellen genau man die Affiliate-Links am gewinnbringendsten positionieren sollte. Gut besuchte Inhalte sollte man ausbauen, schlecht besuchte dagegen besser entfernen. 

8. Wenn man sich nicht regelmäßig um den Content und das Geschäft kümmert, wird es nicht zu Wachstum kommen und es kann schnell vorbei sein mit dem Geld verdienen im Internet. Danach sollte man aber immer streben. Man kann sich immer wieder aufs Neue auf die Suche nach neuen Produkten oder neuen Partnern machen. Außerdem sollte man soziale Medien und andere Kanäle nutzen, um die eigene Webseite stetig zu bewerben. Nur so bleibt sie erfolgreich und es werden Provisionen generiert. 

9. Wenn man mit der eigenen Webseite so richtig erfolgreich ist, kann man damit beginnen, gewisse Abläufe zu automatisieren. Das spart Zeit und Energie, die man für die Erstellung von neuem Content nutzen kann. 

Wie wird abgerechnet?

So wie es die unterschiedlichsten Partnerprogramme gibt, existieren auch viele Formen der Abrechnung. Die wichtigsten werden im Folgenden vorgestellt:

1. Pay-per-click
2. Pay-per-sale
3. Pay-per-lead
4. Pay-per-clickout
5. Lifetime-Vergütung
6. Airtime-Vergütung

Beim Pay-per-click gibt es bereits eine Provision, wenn auf das jeweilige Werbemittel geklickt wurde. Obwohl dies technisch gesehen das einfachste Abrechnungsverfahren ist, wird es immer weniger verwendet und bringt ebenfalls sehr wenig Geld ein. Das liegt zum Einen daran, dass der Advertiser mit dem Anklicken durch den User nicht automatisch seine Produkte verkauft. Zum Anderen ist diese Form durch den Affiliate relativ einfach manipulierbar. 
Beim Pay-per-sale handelt es sich um die am meisten verbreitete und ebenfalls bekannteste Abrechnungsvariante des Affiliate Marketings. Die Vergütung erfolgt hierbei nach der erfolgreichen Vermittlung eines neuen Kunden. Das heißt, es gibt immer dann eine Provision, wenn der User der Webseite über den eingeblendeten Banner oder einen Affiliate-Link auf die Unternehmensseite geleitet wird und dort dann eine Bestellung veranlasst, also ein Produkt kauft. Die Provision kann dabei entweder auf eine fixe Summe pro Neukunde festgelegt sein, oder sie bezieht sich prozentual auf die Höhe des Produktpreises. Mitunter werden auch beide Formen vermischt. Auch wenn der potentielle Kunde sich nicht sofort für einen Kauf entscheidet, bekommt der Affiliate eine Provision, wenn es bis zu 60 Tage nach der Weiterleitung zum Kauf kommt. Das ist möglich, indem ein so genannter Cookie gesetzt wird, der den Produktlink für diesen Zeitraum gültig bleiben lässt.  
Findet eine Abrechnung nach Pay-per-Lead statt, bekommt der Affiliate eine Vergütung, wenn der User mit dem Unternehmen in Kontakt tritt. Das kann zum Beispiel das Ausfüllen eines Online-Kontaktformulars oder die Anforderung von Infomaterialien sein. Dieses Verfahren wird weniger bei Produktwebseiten genutzt. Seine Anwendung findet es meist bei Produkten und Dienstleistungen, die einer vorhergehenden Beratung bedürfen, wie beispielsweise Versicherungen. Da der potentielle Kunde die Produkte und Dienstleistungen nicht sofort kaufen kann bzw. möchte, bekommt der Affiliate hier bereits bei einer Kontaktaufnahme seine Provision. 

Bei dem Verfahren Pay-per-Click-out soll der potentielle Kunde nicht nur auf die verlinkte Website gehen. Damit der Affiliate die Provision bekommt, wird verlangt, dass der User jeweils einen zweiten Klick tätigt. Diese zweite Aktion soll verhindern, dass die Abrechnung, wie beim Pay-per-Click-Verfahren, manipuliert werden kann. 

Die so genannte Lifetime-Abrechnung bringt dem Affiliate bereits beim ersten Klick eine Provision. Er erhält allerdings weitere Vergütungen, wenn der User beispielsweise Abonnements verlängert. Mit Lifetime ist in diesem Fall der Zeitraum gemeint, für den der User bei dem jeweiligen Unternehmer als Kunde bestehen bleibt. 

Bei der Airtime-Vergütung handelt es sich um eine spezielle Abrechnungsform in der Telekommunikationsbranche. Der Affiliate wirbt einen Kunden und bekommt im Anschluss für eine fest vereinbarte Laufzeit Provisionen für jede Gesprächsminute des neuen Kunden. 

Tipps für Affiliates

1. Wenn man mit Affiliate-Marketing erfolgreich ist und Geld verdient, muss man auf die Gewinne Einkommenssteuer zahlen. Die Summe der Einnahmen muss dem Finanzamt gemeldet werden. Die meisten Partnerunternehmen stellen dafür Jahresbelege aus, die dann mit der Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht werden können.

2. Affiliate-Marketing eignet sich für jede Nische
Es ist grundsätzlich möglich, Affiliate-Marketing in jeder Nische zu betreiben. Wichtig ist nur, dass es ein Partnerprogramm gibt, das diese Nische abdeckt.

3. Um im Affiliate-Marketing langfristig erfolgreich zu sein, sollte man immer offen für Neues sein. Das bringt frischen Content und neue Produkte und lockt somit User immer wieder zurück auf die eigene Webseite. 

Fazit

Das Affiliate-Marketing bietet auch Einsteigern eine gute Gelegenheit mit Online Marketing Geld zu verdienen. Wenn man sich mit einem Thema ausreichend beschäftigt und kontinuierlich sowohl informativen als auch interessanten Content erstellt, kann man viele User an sich binden. Das sichert das zukünftige Geschäft ab.

About the Author by Adrian Giger

Adrian Giger ist Unternehmer mit Hauptfokus Affiliate Marketing + Online Marketing. Er kam aus dem Network Marketing. Inzwischen hat er ein breites Spektrum, welches er bedient wie Kryptowährungen, Events, Investments ...

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